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Bericht vom Ernst-Ortlepp-Tag 2010 in Zeitz
Bericht: Anne Usadel (Halle)
„Ich dichte fort“ – Der Ernst-Ortlepp-Tag 2010
Am 21. August, einem wunderschön sommerlich anmutenden Sonnabend, wurde der Ernst-Ortlepp-Tag 2010 in der Dom- und Residenzstadt Zeitz besonders feierlich von zahlreichen Mitgliedern, Freunden und interessierten Gästen begangen. Anlässlich des 210. Geburtstags des Dichters und des 10jährigen Bestehens der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft lud das Museum Schloss Moritzburg Zeitz und die Ernst-Ortlepp-Gesellschaft e.V. zu diesem speziellen Ereignis ein. Die Tagung stand unter dem Motto:
„Ich dichte fort, bis dieses Leben schwindet
und bis der Fremde seine Heimat findet!
Wie trüb` der Tag, wie traurig auch der Ort:
Ich halte treulich aus – Ich dichte fort!“
Hierbei handelt es sich um eine Strophe aus Ortlepps Gedicht ››Ich dichte fort‹‹, das 1856 im Gedichtband ››Klänge aus dem Saalthal‹‹ erschien. Nichts kann das Leben Ernst Ortlepps treffender beschreiben als diese eindringlichen Verse. Er wurde am 01. August 1800 in Droyßig geboren und starb auf ungeklärte Weise am 14. Juni 1864 zwischen Pforte und Almrich. Weitere wichtige Lebensorte waren unter anderem Schkölen, Leipzig, Zeitz, Stuttgart und Naumburg. Ortlepp agierte als Schriftsteller, Übersetzer und Redakteur im 19. Jahrhundert. Als Dichter bevorzugte er die lyrische Form, wobei er politische Themen in den Vordergrund stellte, um so auf die Geschehnisse in Deutschland einzuwirken. Doch dies sollte ihm leider zum Verhängnis werden. Sein besonderes literarisches Talent wurde durch die zeitgeschichtlichen Ereignisse und die daraus resultierenden Folgen in der literarischen Welt zugrunde gerichtet und fast verdrängt. Dies begann 1833, als Heinrich Laube
(1806 – 1884), deutscher Schriftsteller und späterer bekannter Theaterleiter, einen Verriss über Ortlepps Schriften in der ››Zeitung für die elegante Welt‹‹ abdrucken ließ. Laube beendete damit Ortlepps literarische Karriere in Leipzig und zerstörte seinen Ruf als ernst zunehmender Dichter in Deutschland. Schon zuvor beobachtete die Zensur in Sachsen, Preußen und im Deutschen Bund Ortlepps Aktivitäten und Schriften. 1834 fiel schließlich sein Werk ››Lyra der Zeit‹‹ der preußischen Zensur zum Opfer. Als Ortlepp dann 1835 sein Pamphlet ››Fieschi‹‹ veröffentlichen ließ, veranlasste Clemens Wenzel Lothar von Metternich (1773 – 1859), einer der führenden Regierungsmänner Europas zur damaligen Zeit, persönlich die Verfolgung und das Verbot des großen Gedichts. 1836 wurde Ernst Ortlepp schließlich aus Leipzig ausgewiesen. Alle seine Werke fielen der Zensur zum Opfer.
Das Schicksal des zu Unrecht vergessenen Dichters trug wesentlich zur Entstehung der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft bei. Die Gesellschaft setzt sich seit zehn Jahren außerordentlich dafür ein, das Werk des Autors und die Orte seines Schaffens in den Fokus der Öffentlichkeit zurückzubringen.
Die bisherigen Erfolge und die Freude am ehrenamtlichen Wirken der Mitglieder der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft waren beim diesjährigen Jubiläum besonders spürbar. Schon um 13 Uhr begann die Jahreshauptversammlung im kunst- und museumspädagogischen Zentrum ››Johannes Lebek‹‹ im Torhaus Schloss Moritzburg Zeitz, welche durch Roland Rittig, den ersten Vorsitzenden der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft, eröffnet und durch Günter Koschig, Vorstandsmitglied der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft, geleitet wurde. Die Zeit verging wie im Fluge. Roland Rittig lag es besonders am Herzen, zum Einstieg der Veranstaltung Briefe der abwesenden Mitglieder den Anwesenden mitzuteilen. Sie bekundeten ihr Bedauern und wünschten der Gesellschaft auch weiterhin Erfolg. Auf diesem Wege überließ Inge Buggenthin erfreulicherweise Ortlepps Übersetzung von Giovanni Boccaccios ››Dekameron‹‹ der Ernst-Ortlepp-Bibliothek. Auch Kai Agthe übergab einen überaus seltenen Gedichtband ››Das Siebengestirn der Kriegshelden‹‹
(Leipzig 1833). Des Weiteren spendete Christina Simon aus Weißenfels einen Linolschnitt zum Motto der Tagung, welche am Ende der Veranstaltung neben den Neuerscheinungen zu erwerben waren.
 Roland Rittig
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 Kai Agthe vor dem Tagungsmotto
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Im Verlaufe wurde die übliche Tagesordnung der Mitgliederversammlung besprochen und die besonderen Höhepunkte und Aktivitäten des letzten Jahres hervorgehoben. Roland Rittig erinnerte unter anderem an die Festveranstaltung am 17. August zum 210. Geburtstag des Dichters in Droyßig und an den Liederabend in Detmold am 27. Februar, bei welchem Werke von Clara und Robert Schumann gespielt und Texte Ernst Ortlepps gelesen wurden. Besonders stolz verkündete er auch die Herausgabe der zwei Neuerscheinungen, die anschließend in der öffentlichen Veranstaltung vorgestellt wurden. Ein weiterer erfreulicher Fortschritt ist die überregionale Vermarktung der Publikationen, die speziell durch den Mitteldeutschen Verlag zustande gekommen ist. Zudem gelang eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit durch eine besonders gute Zusammenarbeit mit der Presse. Rittig lobte die Aktualität und liebevolle Gestaltung der Internetseite der Gesellschaft, die dem Webmaster Helmut Walther zu verdanken ist.
Sein abschließendes Fazit: „Die Tätigkeiten weiten sich aus“, unterstrich er mit der eindrucksvollen Metapher eines Steines, den man ins Wasser wirft. Diese wohlklingenden Worte sprechen für sich und stellen eine malerische Beschreibung für das vergangene und zukünftige Wirken der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft dar. So beschrieb auch Christian Eger, Redakteur der Mitteldeutschen Zeitung Halle, die Ernst-Ortlepp-Gesellschaft als eine der aktivsten literarischen Gesellschaften von Sachsen-Anhalt.
[Artikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 23.08.2010 von Christian Eger]
Anschließend berichtete Anne Usadel, Studentin des germanistischen Institutes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, über ihre Vorgehensweise und den Stand der damit verbundenen Magisterarbeit ››Die Briefe Ernst Ortlepps. Eine Bestandsaufnahme und Vorarbeiten zu einer Edition‹‹, die durch die Ernst-Ortlepp-Gesellschaft gefördert und betreut wird. Den Abschluss der Mitgliederversammlung bildete eine Diskussion über die zukünftige Arbeit und neu anstehende Projekte für das nächste Jahr.
 Anne Usadel, Autorin dieses Berichts
Anne Usadel: Briefe als Zeitzeugnisse – Das Dichterschicksal Ernst Ortlepps
Vorbericht zur Magisterarbeit ››Die Briefe Ernst Ortlepps. Eine Bestandsaufnahme und Vorarbeiten zu einer Edition‹‹
Nach einer kurzen Kaffeepause begann um 15 Uhr die öffentliche, festliche Veranstaltung des Tages ebenfalls im Lebek-Zentrum, welche durch Kristin Otto, die Leiterin des Museums Schloss Moritzburg Zeitz, eröffnet und geleitet wurde.
Das erste Grußwort richtete Kai Agthe (Naumburg), Mitglied des deutschen PEN-Zentrums, an die zahlreich erschienenen Zuhörer. Er stellte den Dichter Ernst Ortlepp vor und sprach über die Gründung der Gesellschaft, wobei er betonte, dass es „wichtig ist, die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern“ zu stärken, wie jüngst das Engagement des bekannten Fotografen Thomas Steinert bereits bewiesen hat.
Ein zweites Grußwort sprach Gottfried Braasch (Wiehe), Vorsitzender des Ranke-Vereins Wiehe e.V. Braasch schlug einen Bogen von der bekannten Historiker- und Theologen-Familie Ranke zu Ernst Ortlepp. Er teilte seine Schulzeit in der Landesschule Pforta mit vier Söhnen Gottlieb Israel Rankes. Mit seinen abschließenden, zukunftsweisenden Worten: „Ich wünsche Ihnen Freude und Unermüdlichkeit am Erbe Ernst Ortlepps“, schloss er seinen Beitrag.
 Kristin Otto
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 Kai Agthe
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 Gottfried Braasch
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Die Festrede ››Ernst Ortlepp – mehr als nur irgendeine Gestalt im Meer der Geschichte?‹‹ hielt Prof. Dr. Hermann Josef Schmidt (Senheim/Mosel), Ehrenvorsitzender der Gesellschaft. Bereits zur Gründung der Gesellschaft vor zehn Jahren war er es, der mit seinem Vortrag ››Dichterschicksals Wolke‹‹ begeisterte. Herr Prof. Schmidt stellte seine Rede unter das Motto: ››Ich will der Nachwelt was zu kauen geben‹‹ und nannte sie ein „subjektives Plädoyer“, in welchem er die großartige Dichtung Ernst Ortlepps hervorhob. Die Rede wurde musikalisch umrahmt vom Zeitzer Bratschisten Miguel Angel Lucas mit einer Suite von Johann Sebastian Bach.
Danach wurden zwei neue Bücher präsentiert. Zum einen sprach Manfred Neuhaus (Dortmund) über sein Werk ››Können sie nicht alle dichten, wollen sie doch alle richten‹‹, das als 5. Band der Schriftenreihe der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft im Mitteldeutschen Verlag Halle/Saale erscheint. Es ist dies die erste Wirkungsgeschichte der Werke Ernst Ortlepps; auf Basis eigener Forschungen in Bibliotheken und Archiven präsentiert Neuhaus Rezensionen, Zensurberichte sowie literarische Anzeigen, Meinungen und Erinnerungen, welche die unterschiedliche Aufnahme der Werke des Dichters spiegeln.
Zum anderen präsentierte Kai Agthe das Buch ››Dionysos war hier‹‹ des Leipziger Fotografen Thomas Steinert. Hierbei handelt es sich um einen beeindruckenden Foto-Essay über das Leben und Werk des Dichters Ernst Ortlepp. Es wird herausgegeben vom Museum Schloss Moritzburg Zeitz in Zusammenarbeit mit der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft und erscheint im Verlag Pro Leipzig. Thomas Steinert zählt zu den bedeutendsten ostdeutschen Fotografen. Er erlangte mit seinem Bildband ››Connewitzer Welttheater‹‹ 2006 erstmals die öffentliche Aufmerksamkeit. Kai Agthe wies am Ende seiner Vorstellung des Werkes auf eine Porträtzeichnung hin, die aus dem Nachlass des Philosophen Friedrich Nietzsches stammt und eine unbekannte Person zeigt, die Ernst Ortlepp sein könnte. Damit löste er eine angeregte Diskussion aus. Schließlich klang die Veranstaltung bei einem geselligen Beisammensitzen und freudigen Revuepassieren mit Kaffee und Kuchen aus.
 Hermann Josef Schmidt
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 Miguel Angel Lucas
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 Manfred Neuhaus
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Die Ernst-Ortlepp-Gesellschaft ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V., des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e.V. und des Ranke-Vereins Wiehe e.V., durch welche sie besonders gefördert wird.
Für die freundliche Unterstützung des Ernst-Ortlepp-Tages 2010 war der Sparkasse Burgenlandkreis, der Gesellschaft zur Förderung des Schlosses Moritzburg Zeitz e.V. und der Druckerei Blochwitz zu danken.
„Die Gesellschaft ist allen Interessenten offen, die den Dichtern, Philosophen und Musikschriftstellern des 19. Jahrhunderts zugewandt sind.“
Informationen zum Dichter Ernst Ortlepp, zur Ernst-Ortlepp-Gesellschaft und auch zu den Rezensionen der neu erschienenen Bücher sind auf der Internetseite der Gesellschaft: www.ernst-ortlepp.de zu finden.
Bei Fragen und Interesse an den erwähnten Neuerscheinungen der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft wenden Sie sich bitte an das:
Museum Schloss Moritzburg Zeitz
Schlossstraße 6, 06712 Zeitz
Telefon: (03441) 21 25 46
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Programm-Übersicht 2010
Download des Berichts als PDF
Festvortrag von Hermann Josef Schmidt (PDF)
Bericht der MZ vom 08.09.2010 zur Übergabe bibliophiler Kostbarkeiten an die Ernst-Ortlepp-Bibliothek in Zeitz
Zeitz
Kleine Sensation stärkt den guten Ruf
VON ANGELIKA ANDRÄS, 08.09.10
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Einen interessierten Partner fand Roland Rittig (Mitte), hier mit Museumsleiterin Kristin Otto, im Zeitzer Bürgermeister Henrik Otto. Der war zur Übergabe der bibliophilen Kostbarkeiten an die Ernst-Ortlepp-Bibliothek gekommen. (FOTO: HARTMUT KRIMMER)
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ZEITZ/MZ. "Eine kleine Sensation", nannte Roland Rittig die Bücher, die er im Auftrag der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft an die Bibliothek in Schloss Moritzburg Zeitz übergab, die den Namen des Dichters trägt.
"Dieses Buch aus Ortlepps Leipziger Zeit gibt es faktisch nicht mehr. Es ist so außerordentlich selten und sehr kostbar", führte er aus und überreichte "Das Siebengestirn der Kriegshelden", Leipzig 1833, an Museumsleiterin Kristin Otto. Solche Gaben, wie hier im Wert von gut 750 Euro, sind seit Jahren allein durch Spenden und als Spende möglich. Nicht zuletzt, um dem Ruf der Bibliothek in Zusammenhang mit der Ernst-Ortlepp-Gesellschaft gerecht zu werden: In den zehn Jahren des Bestehens wurde sie zu der entscheidenden Forschungsstätte über den beinahe vergessenen Dichter.
In dem eher kleinformatigen Buch, das nun neu zur Sammlung gehört, beschreibt Ortlepp unter anderem die Lebenswege von Karl dem Großen, Gustav Adolf, Friedrich dem Großen und Napoleon. Außerdem hat das Buch eine ganz eigene Geschichte: 1978 wurde es, wie man auf dem Vorsatzblatt lesen kann, von Reiner Bohley, Pfarrer in Naumburg, erworben. Er war einer der ersten Ortlepp-Kenner, erkannte die Bedeutung von Ortlepp für den jungen Friedrich Nietzsche. Kai Agthe, selbst Autor und "Ortleppianer", gab 2007 Bohleys Text über Schulpforte zur Schulzeit Nietzsches erstmals heraus und erhielt von der Witwe des Autors eben dieses Buch – mit einer Widmung. Das Notat von Bohley und die Widmung seiner Witwe sind für Rittig etwas, was das Buch umso wertvoller macht. "Die Übergabe eines so persönlichen Buches ist selten", betonte er.
Selten ist auch die komplette Ausgabe "Das Dekameron" von Boccaccio in der 1841 in Stuttgart erschienenen Übersetzung von Ortlepp. Nicht nur, dass es sich um eine der raren, vollständigen Ausgaben handelt, sind die beiden Bände auch ein wichtiges Zeitdokument: Ortlepp hatte Leipzig verlassen müssen, seine Werke waren von der Zensur beschlagnahmt, so dass er um zu überleben als Musikschriftsteller, Herausgeber und Übersetzer arbeitete. "Das Dekameron" ist das Geschenk von Inge Buggenthin, die in der Nähe von Hamburg lebt. "Eine Ururururenkelin der Droyßiger Ortlepp-Familie", so Rittig lachend, "eine begeisterte Sammlerin, die eher selten etwas weggibt. Umso dankbarer sind wir."
Link zum Artikel bei der Mitteldeutschen Zeitung
Kommentar von Angelika Andräs
«Ortleppianern» sei dank
erstellt 08.09.10
HALLE/MZ. Würde heute noch jemand über Ernst Ortlepp reden, wenn sich nicht vor zehn Jahren ein paar Literaten, Historiker, Heimatforscher, eher "begeisterte Spinner", zur Ernst-Ortlepp-Gesellschaft zusammengeschlossen hätten?
Man kann nur mutmaßen, aber wohl eher nicht. Denn der Droyßiger Dichter war so gut wie vergessen.
Vielleicht wusste jemand, dass er dem Trunke verfallen in die Zeitzer Besserungsanstalt kam und schließlich bei Schulpforta ertrank.
Doch wer kannte seine Werke, die wichtigen Stationen seines Werdegangs? Eher niemand.
Dafür, dass sich das geändert hat, sorgte die Ortlepp-Gesellschaft. Deshalb schuf sie mit der Zeitzer Museumsbibliothek,
die den Namen des Dichters trägt, die bedeutendste Ortlepp-Forschungsstätte. Damit war nicht unbedingt zu rechnen.
Anfangs fragte man sich schon, ob die ehrenamtlichen "Ortleppianer" durchhalten und ob sie jemals mehr als eine Hand voll Leute für ihren Schützling zu interessieren vermögen.
Alles Schnee von gestern: Mittlerweile kennt man den Namen Ortlepp nicht nur. Er wurde sogar einer der ganz besonderen Werbeträger für Zeitz.
Link zum Artikel bei der Mitteldeutschen Zeitung
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